The Addams Family - Teaser - Schwabenbühne 2025 - Freilichtsommer

The Addams Family im Liebesrausch: Zu Besuch bei der Schwabenbühne

von Nicole Saelzle

Die Schwabenbühne lud auch in diesem Jahr wieder zum Freilichtsommer und auf dem Programm stand nach Ronja Räubertochter im Jugendtheater nun The Addams Family.

Wie gewohnt werde ich nur meine persönlichen Eindrücke schildern, da ich mir nicht herausnehmen möchte, Kritik in einem Bereich zu üben, in dem ich mich nicht zuhause fühle. 

Mit The Addams Family stand in diesem Jahr ein sehr musikalisches Stück auf dem Programm – ein Musical. Ich zögerte, denn Musical ist überhaupt, aber überhaupt gar nicht meine Welt. Bei Musical-Folgen in Serien stellen sich mir die Nackenhaare auf und ich bin so überhaupt kein Fan davon, wenn jemand singt. Aber gut. Ich bin da komisch, ich weiß das und ich lasse mich ja öfter mal auf etwas Neues ein. Also sollte es ein Musical werden. Ich zögerte dennoch ein wenig länger, denn meinem kaputten Rücken haben die Sitzgelegenheiten im vergangenen Jahr nicht besonders gut getan, also einmal mehr abgewägt – und dann doch noch Tickets gekauft. In letzter Sekunde sozusagen. Denn alle Vorstellungen in diesem Jahr waren ausverkauft – das allein zeigt schon, dass andere Musicals viel mehr mögen als ich das tue und die Schwabenbühne (ein weiteres Mal) alles richtig gemacht hatte.

The Addams Family - Teaser - Schwabenbühne 2025 - Freilichtsommer Ausverkauft

 

The Addams Family im Freilichttheater

Bevor es los ging, schnappten wir uns ein Programm und noch etwas zu trinken und beobachteten, wie die Menschen allmählich hereinströmten. Ja, es war gut was los! Und offenbar bin ich nicht die Einzige, die Probleme mit den Bänken hat, denn in jeder Reihe waren mehreren Personen zu sehen, die sich dicke Sitzpolster mitgebracht hatten, um sich gut zu unterpolstern, von der Flauschedecke bis zum Polster für Gartenmöbel*.

Als sich auf der Bühne etwas tat, wurde es im Publikum schlagartig leise und das Stück begann. Die „Addams Family“ stellte sich mit einem ersten Song vor und schnell wurde klar, um was es in dem Stück ging – Wednesday Addams ist verliebt und ein gemeinsames Dinner ihrer Familie mit der Familie ihres Verlobten soll die beiden Welten miteinander vertraut machen. Gar nicht so einfach, wenn die Addams Family doch alles andere als normal ist. Und ziemlich schräg, wenn die einen ein Geheimnis wahren, die anderen die Liebe torpedieren und wieder andere eben jene Liebe fördern möchten.

 

Ein unterhaltsamer Abend mit vielen Lachern

Die Schwabenbühne wusste das Publikum wieder einmal bestens zu unterhalten und alle Beteiligten legten sich dafür mächtig ins Zeug. Obwohl ich auch nach dem Besuch feststellen musste, dass Musicals überhaupt nicht meine Welt sind und mir persönlich das Stück „zu verliebt“ war, beeindruckte man ein weiteres Mal mit einem genialen Bühnenbild, das sich aus vielen verschiedenen Komponenten zusammensetzte, großartigem Schauspiel und tollen Effekten. An vielen Stellen wurde herzlich gelacht – natürlich insbesondere dann, wenn es mächtig zweideutig (oder eindeutig) wurde.

Nun bin ich jedenfalls gespannt, welches Stück im Winter gespielt wird (und hoffe, dass ich es dieses Mal rechtzeitig schaffe, mir Karten zu sichern) und ebenso, was für den Sommer 2026 geplant ist. Gewiss wird es die Schwabenbühne erneut schaffen, die Zuschauerränge zu füllen – und zweifelsfrei wird man sich wieder allerhand einfallen lassen, um das Publikum zu begeistern.

 



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