Vor geraumer Zeit wanderten wir auf dem Bienenweg schon einmal durch die Wälder von Illertissen. Erst kürzlich wagten wir das Abenteuer erneut, dieses Mal ohne Umwege.
Da wir lediglich eine Runde laufen wollten, stand das Bienenmuseum im Vöhlinschloss nicht auf unserem Programm, aber natürlich starteten wir beim Schloss. Dieses liegt ein ganzes Stück von zuhause entfernt, weshalb wir trotz relativ kühler Temperaturen gut aufgewärmt an der Ausgangstafel ankamen und von dieser aus starteten. Entlang ging es an der Mauer beim Schloss, einmal um das Gelände der Schwabenbühne und hinab die Allee, die den Weg zum Vöhlinschloss Illertissen säumt.

Den Weg kannten wir dieses Mal bereits und so mussten wir nach den Tafeln nicht suchen. Es ging also auf die andere Straßenseite und dort in den Wald hinauf, erst durch den Wald, dann am Waldrand entlang. Als es zunächst wieder tiefer in den Wald ging, stießen wir auf bislang von uns „unergründeten Bienenweg“, denn bei unserer letzten Wanderung war ein großer Teil der Strecke im Wald gesperrt, weshalb wir um den Wald herumlaufen mussten. Dieses Mal ging es schnurstracks durch den Wald, was definitiv die schönere Strecke ist.


Der große Bienenweg in Illertissen
An diesem Tag war es auf dem Bienenweg unglaublich ruhig, nur ab und an begegneten wir jemandem. In der Ferne hörte man ganz schwach den Stadtverkehr oder den Verkehr von der Autobahn. Letzterer wurde verständlicherweise bald lauter, denn wir entschieden uns dazu, den langen Bienenweg zu gehen und somit noch den Abstecher in Richtung Jungviehweide zu unternehmen. Ob ich dies in Zukunft noch einmal tun werde, weiß ich nicht, denn wie schon in meinem ersten Bienenwegartikel festgestellt, ist die Situation entlang der Autobahnbrücke alles anderes als entspannt. Die Brücke ist ohnehin schon sehr schmal und ohne Gehweg oder überhaupt wirklich gangbarem Untergrund auf dem Seitenstreifen ist es sehr unangenehm hier entlangzugehen.
Auf der anderen Seite angelangt, geht es alsbald wieder in den Wald, wo ich nun auch zum ersten Mal sah, dass das Holzportal leider nicht mehr steht, wie man mir schon vor einiger Zeit verriet. Die Tische und Bänke für ein Picknick sind aber weiterhin vorhanden und es lässt sich auch der Illertisser Baum- und Kunstpfad weiter beschreiten. Für uns gab es heute kein Picknick, wir wanderten schnurstracks weiter.
Nachdem wir die Runde auf dieser Seite der Autobahn hinter uns gebracht hatten, ging es über die Autobahnbrücke zurück und wieder in den Wald am Weiher (hat der eigentlich einen Namen?). Wir folgten dem Bienenweg, was anhand der Schilder wie gewohnt ziemlich einfach war. Allerdings erreichten wir einen Punkt, an dem die Verwirrung verwirrt war …

Wo geht es auf dem Bienenweg weiter?
Nachdem wir dem Weg bergab in Richtung Stadt gefolgt waren, kamen wir an ein Schild, mit dem der große Bienenweg ausgeschildert war. Der Pfeil zeigte nach rechts und trug den Hinweis „Zur Streuobstwiese“. Ein Hinweise auf den kleinen Bienenweg fehlte, auch ein Hinweis darauf, dass wir über kurz oder lang wieder in Richtung Weiher und Stadtzentrum müssen. Wir folgten aus Neugier weiteren Pfeilen bis zur Streuobstwiese, doch auch hier: Fehlanzeige. Nicht einmal ein Hinweis darauf, dass man umkehren muss.
Da wir im Grunde genau wussten, wo wir hin mussten, begaben wir uns in Richtung Weiher, wo dann auch bald wieder Schilder des Bienenweges folgten. Auswärtige, die sich hier nicht auskennen, dürften jedoch etwas länger rätseln, wo es denn eigentlich lang geht.
Wir waren jedenfalls wieder auf Kurs und folgten dem Bienenweg bis zum Weiher, wo sich die letzte Station – Station 17 – dieses Wanderwegs befindet. Wer möchte (oder wer sein Auto dort abgestellt hat) kann von hier aus natürlich zum Schloss zurückkehren. Da wir aber ohnehin zu Fuß unterwegs waren, marschierten wir einfach weiter, bis wir wieder zuhause angelangt waren.






